Bericht Guatemala-Gruppe Okt./Nov. 2013

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In den vergangenen drei Wochen hab ich wie schon vor einem Jahr zusammen mit meinem Freund Thomas  eine Gruppe durch Guatemala und die Welt der Mayas begleitet, die Thomas aus Deutschland “herüber” gebracht hat. Immer wieder ein schönes Erlebnis, wie sich eine Gemeinschaft bildet und man dann gemeinsam durch eine bewegte und bewegende Zeit geht.

Guatemala ist ein traumhaft schönes und vielfältiges Land. Die Landschaft, das Klima und die Natur setzen den Rahmen für eine ganz andere Welt. Dazu kommen die feinen Menschen hier und ihre lebendige Kultur und Spiritualität. All das habe ich schon vor Jahren selber ganz tief in mein Herz aufgenommen und es ist eine Freude, diese Liebe mit anderen teilen zu dürfen. Genau das habe ich zusammen mit Thomas und ein paar einheimischen Freunden in den letzten Wochen gemacht.

Dabei haben wir wie immer auf Bodenständigkeit und Einfachheit gesetzt und vor allem in den spirituellen Dingen konsequent weitere Schritte in diese Richtung gemacht. So wäre es ja an sich im bescheidenen sowie auf die Natur und den Kosmos bezogenen Indianertum auch angelegt, und genau so fühlt es sich letztendlich dann auch am leichtesten, am schönsten und am neutralsten an – im Zwischenmenschlichen, im Kontakt mit der Natur und im zeremoniellen Leben auch.

Sich wieder mehr auf das Wesentliche reduzieren – kein unnötiger Schnickschnack, alles einfach und natürlich. Auf Bescheidenheit setzen in den Zeremonien – möglichst wenig Selbstinszenierung und große Worte, kein Liebäugeln mit magisch angehauchtem Zeugs und kein Schamanismus, der Effekte setzen will. Sich gemeinsam und konsequent weiter vom religiös, kirchlich, imperialistisch und durch Macht geprägten “Mindset” emanzipieren und sich in Freiheit der Essenz des indigenen Weges versuchen anzunähern. Uns dabei als Menschen mit unseren Befindlichkeiten zwar aufmerksam wahrnehmen – jedoch nicht als das Zentrum des Universums, sondern als kleiner Teil eines großen Ganzen.

Es war eine Zeit voll sehr schöner Erfahrungen. Nach einem kurzen aber intensiven Retreat von ca. einer Woche waren wir bereit, gemeinsam für 10 Tage zu reisen und auf Tuchfühlung mit Land und Leuten zu gehen. Mein langjähriger Freund und Maya-Lehrer Don Francisco Puac aus San Pedro La Laguna hat uns dabei diesmal bis zu den Pyramiden im Dschungel begleitet und sein umfassendes Wissen über die Maya-Kosmovision mit uns geteilt. Dazu war es wie immer eine Inspiration und schöne Erfahrung zu sehen, wie er bescheiden, natürlich und vollkommen unprätentiös seine Kultur und Spiritualität lebt und liebt. So ist die Art der Einheimischen hier und gerade da liegen oft die größte Kraft und die Harmonie drinnen, die wir ja wohl alle suchen. Auch war es eine von jenen schönen interkulturellen Zusammenführungen, die menschlich und energetisch vollkommen reibungslos, unanstrengend und unkompliziert ablaufen und dennoch sehr in die Tiefe gehen. Das ist auch bei allem Bemühen nicht gerade selbstverständlich und ein ganz besonderes Geschenk. Vielen Dank an alle Beteiligten für die schöne Zeit…Maltiox, Maltiox, Maltiox…

Hier ein paar Eindrücke von unserer Reise:

Auch nach hunderten Malen noch jedes Mal schön...die Mayazeremonie

Thomas und Don Juan am nächtlichen Ritualfeuer

Thomas und Don Juan am nächtlichen Ritualfeuer

Unser dauerhaftes Ritualfeuer im Inneren der Pyramide im Zentrum Paz Mundo

Morgenstimmung ebendort

Die Terrasse mit der besten Aussicht der Welt

Nächste Station unserer Tour : 3 Tage in San Pedro direkt am Ufer des Lago Atitláns. Unser Hotelgarten

Sonnenaufgang vom Zimmer aus fotografiert

Einer der vielen schönen Ritualplätze rund um den See

Gerade an diesen Plätzen in der Natur fühle ich mich besonders zuhause und in den Ritualen entsprechend frei und wohl

Kurzausflug nach Zunil zu einem der berühmtesten Maximons des Landes

Mein langjähriger Freund und wertvoller Lehrer Don Francisco hat uns für eine Woche zu den Pyramiden begleitet - ein besonderes Geschenk für uns alle

Architektur im Einklang mit dem Kosmos. Hier in Yaxha, wo wir direkt bei den Pyramiden eine Feuerzeremonie gemacht haben. Immer wieder sehr bewegend und schön.

Auch für den Anciano ein bewegender Moment. Gebet auf der Spitze einer Pyramide über dem Blätterdach des Dschungels

Zwei kostbare Begleiter am gemeinsamen Erfahrungsweg: Francisco und Thomas. GRACIAS!

2 Gedanken zu „Bericht Guatemala-Gruppe Okt./Nov. 2013

  1. Maria Heidegger

    Hallo Jörg,du hast einen schönen Bericht über unsere gemeinsame Rundreise geschrieben.
    Allerdings möchte ich sagen,was wir erlebt haben
    auf dieser Reise kam man mit Worten nicht beschreiben,es war einfach wunderschön.
    Perfekt organisiert,reibungsloser Ablauf,gute Unterkunft,abwechslungsreiches,-schmackhaftes Essen,einfach perfekt!!! in der ganzen Umsetzung dieser Reise.Man spürt das Guatemala deine zweite Heimat ist.
    “Home is where the heart is”
    Francisco,Thomas und du ihr habt uns sehr viel
    vom Land,Mensch und Kultur gezeigt und gelehrt.
    Wir waren eine super ,harmonische Gruppe,offen,ehrlich und hatten einen respektvollen Umgang.
    Bei uns im Ländle gibt es dafür 2 Worte,
    mitanand und füranand!!!!!!

    Danke für alles
    schöne Grüße aus dem Ländle
    Maria

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