Archiv für den Monat: Februar 2010

Irish Winter

Dass Äthiopien und Irland bei aller Unterschiedlichkeit nicht nur jeweils höchst zu favorisierende Reiseländer sind, sondern auch noch eine gute Kombination ergeben, dass wurde Nane und mir vor mehr als einem Jahr eindrucksvoll vor Augen geführt, als wir zu Gast bei den irischen Missionaren im äthiopischen Busch waren. Noch heute reden wir von den guten Tagen und der Hetz, die wir mit Father John, Father Paddy und den „Sisters“ hatten.

Um festzustellen, ob die Mischung auch umgekehrt so gut ist, haben wir uns mit Nane auf einen Kurztrip nach Irland aufgemacht, wo unsere äthiopische Freundin Martha, eine von den „Sisters“ aus Arba Minch, derzeit ihr Masterstudium in „Internationaler Entwicklung“ bei den Spiritianern, Father Johns Kongregation, absolviert. Nicht zuletzt war es auch mal wieder schön, die tolle Reiseseilschaft von Nane und mir wenigstens für ein paar Tage aufleben zu lassen. Für Nane war es die erste Reise nach Irland, ich bin ja seit letztem Jahr großer Fan der „Grünen Insel“.

Vorab, Irland zeigt sich auch im Winter grün…die Bäume tragen zwar kein Laub, es gibt aber jede Menge immergrüne Gewächse und auch der Rasen wird im Winter nicht braun. Das Klima ist maritim und vom Golfstrom geprägt, es gibt also normal kaum Frost, außer in den „Bergen“ vielleicht. Dieser Tage sollte es aber auch anders kommen, mitunter kalt und verschneit.

Wir sind per Billigflieger spätabends gelandet, haben voller Routine unser Hostelbett bezogen und sind gleich mal hinaus, um im nahe gelegenen Kneipenbezirk „Temple Bar“ ein kaltes Guiness zu verkosten.

Schon am nächsten Tag haben wir die Marta getroffen. Sie hatte gerade eine große Prüfung hinter sich und ein paar Tage Verschnaufpause, die wir gemeinsam nutzen wollten. Es gab viel zu erzählen und noch mehr herumzualbern…ein voll nettes Wiedersehen und ein großer Spaß. Marta ist ein besonders lieber Mensch und für uns eine besondere Freundin, da es bei all den superfreundlichen Menschen im geliebten Äthiopien letztendlich aufgrund der sozialen und kulturellen Unterschiede doch schwierig ist, tiefgehende Freundschaften zu bauen. Mit Marta ist das gelungen, sicher auch deshalb, weil sie schon vorher den Umgang mit Europäern gewohnt war, ein Jahr in Holland verbracht hatte etc. Marta ist damit in einer äußerst glücklichen Situation, nur sehr wenige Äthiopier haben die Chance, ins Ausland zu gehen. Für sie war ihr Ex-Boss Father John die Brücke nach Irland, ihre Familie könnte sich so etwas nie leisten. Dementsprechend glücklich ist Marta jetzt über ihre Zeit in Irland, die sie mit viel Fleiß nutzt und so gut wie möglich genießt. Wir hatten Marta versprochen, dass wir uns in Europa sehen, wenn sie mal wirklich hier ist, und haben unser Versprechen eingelöst. Dementsprechend war die Freude groß!

Die paar Tage in Irland waren gefüllt mit Stadtspaziergängen, Ausflügen aufs Land nach Howth und Glendalough, sowie irischer Abendgestaltung, das heißt Biertrinken – wobei wir für die abstinente Marta mittrinken mussten…in Dublin ist man selten alleine, und so waren wir auch jeden Abend mit irgendwelchen Freunden, Studienkollegen und Bekannten von Marta unterwegs. Nette und lustige Leute. Samstagabend waren wir auf einer Wohnungsparty, die besonders lässig war (50 Leute aus 25 Nationen), als plötzlich der Schnee kam und die grüne Insel in ein weißes Kleid hüllte. Eine große Aufregung, vor allem für die frisch eingetroffenen Brasilianer, die mit uns feierten und zum ersten mal Schnee sahen und sich mit dem Brauch des „sich gegenseitig Einreibens“ vertraut machen durften. :-)

Die Zeit ist schnell vergangen und bald waren wir wieder am Heimweg, schön war es – wie immer in Irland! Die Kälte hat da keinen Abbruch getan, für die Iren sowieso nicht…

Es war schön zu sehen, dass es der Marta gut geht da drüben, dass sie gute Freunde und eine schöne Umgebung hat und alles mit Freude und Dankbarkeit genießt und ihre Chance nutzt! Super! Good luck Marta!!

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Marta, der Grund unseres Ausfluges

Marta, der Grund unseres Ausfluges

die zwei blödeln dauernd

die zwei blödeln dauernd

Nane kann aber auch gut aussehen, hier am See in Glendalough

Nane kann aber auch gut aussehen, hier am See in Glendalough

Der Rasen grünt auch im Winter, hier vor der St. Patrick´s Cathedral

Der Rasen grünt auch im Winter, hier vor der St. Patrick´s Cathedral

Zentrum des irischen Lebens - das Pub

Zentrum des irischen Lebens - das Pub

Party

Party

irisches Hauptnahrungsmittel

irisches Hauptnahrungsmittel

in Howth

in Howth

Glendalough (sprich Glen-da-log)

Glendalough (sprich Glen-da-log)

auch

auch

in den "Bergen"

in den"Bergen"

Friends

Friends!!

Kurz daheim in der Kälte

In New York war es saukalt, Schneefall und böiger Wind, ein passender Vorgeschmack auf daheim. War eh nur ein eineinhalb Tage dort. Gerade Zeit genug um sich mit einer neuen, für die Heimkehr adäquaten Panier auszustatten, ein wenig herumzuspazieren, das Auge an den westlichen Menschen gewöhnen und am Abend ein kühles Guinness an der Bar zu genießen.

Zwei Flüge, New York -> London -> und schon bin ich am Wiener Flughafen gelandet, wo mich ganz überraschend der Nane, mein treuer Freund abgeholt hat, was für eine Freude! Die nächsten vier Tage in Wien waren schön und voller Wiedersehensfreuden mit lieben Menschen und vertrauten Lebensmitteln. Mit vielen Gesprächen, dafür ohne die Ruhe, die man nach so einer Reise und den anstrengenden Flügen auch dringend braucht.

Diese heilige Ruhe habe ich erst nach einer zähen Zugodyssee, die dem Großteil der Österreicher einen Schreikrampf oder eine Schadensersatzforderung (oder beides) entlockt hätte, im schönen, aber saukalten Kärnten gefunden. Die Kälte hier tut fast weh, aber nach einem komplett schneefreien letzten Winter in fernen Landen will ich doch ein bisschen von der kühl-klaren Energie tanken, die diese Jahreszeit bei uns mit sich bringt. Die Akklimatisierung ist im Gange, im elterlichen Haus ist es sowieso gemütlich und warm. Mein Netbook hat den Kontinentenwechsel anscheinend weniger gelassen genommen als ich und kurzerhand einen Winterschlaf begonnen, der hoffentlich als Garantiefall behoben werden kann.

Ein altes und sehr wahres Bienensprichwort sagt bekanntlich: „Der Tag nach der Reise ist der Tag vor der Reise.“ Und so muss ich die kommenden Tage in der Heimat neben dem Genuss der vertrauten und geliebten Umgebung auch gut nutzen um mich und meine Sachen auf eine schon bald bevorstehende Abreise vorzubereiten. Leute treffen, diversen Papierkram erledigen, Gepäck umpacken, Reiseapotheke ergänzen, mein in Mexiko ausgefallenes Zahn-Inlay erneuern lassen, etc.

Über weitere Projekte wird berichtet, hoffentlich in gewohnter Qualität, auch wenn mein Netbook wohl beschlossen hat, mich mal alleine wegfahren zu lassen. Es tut schon gut, zwischendurch daheim vorbei zu schauen. Vor allem dann, wenn man feststellen darf, dass es den Lieben daheim auch gut geht! Das ist gottseidank der Fall und wird auch hoffentlich im großen und ganzen so bleiben.

Hier ein paar Fotos von daheim. “Daheim” ist und bleibt vorerst Kärnten, eh klar!

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Mein Lieblingsplatz daheim - das Preißlkreuz

Ein paarhundert Meter hinter unserem Haus am Berg und zu jeder Jahreszeit schön: Mein Lieblingsplatz - das Preißlkreuz

 

eine spaßige Abwechslung

Bei Pulverschnee ganz easy!

Guatemala…hasta la vista!

Mit den vergangenen vier Wochen hat sich meine Zeit in Guatemala sehr sehr schön abgerundet.

Zuerst war ich eine Woche alleine am Lago, genau genommen in San Pedro La Laguna, wo ich auch auf die Spanischschule gegangen bin. Eine geniale Zeit. San Pedro hat sich mir von seiner besten Seite gezeigt, es hat ja auch andere…nettes Quartier, gute Spanischlehrer und vor allem einen alten weisen Mann, der mir täglich mehrere Stunden aus der Kosmovision Maya erzählt hat. Das war nicht nur gut für mein Spanisch, sondern hat mir auch neue Zugänge zum Wissen der Maya geöffnet.

Voller Dankbarkeit und Freude bin ich dann noch einmal für drei Wochen mit einer Gruppe rund um Norbert in die spirituelle Arbeit gegangen. Besonders schön dabei war, dass in der Gruppe neben meinem Hermano Stefan auch noch Maya aus der Schweiz mit dabei war, die mir ähnlich nahe steht, und Gerald, mit dem ich als Kärntner sowieso fast verwandt sein muss. Mit allen dreien war ich schon jemals drei Mal zusammen in Guatemala unterwegs und es verbindet uns eine große Liebe zum Land und seiner Kultur.

Die folgenden Bilder sollen noch einmal ein für dieses Mal letzter Ausdruck dieser Liebe sein. Mittlerweile bin ich ja schon außer Landes und auf dem Weg nach Österreich. Damit sich der Temperatur- und Kulturschock richtig auszahlt, hab ich noch einmal zwei Tage in New York eingeschoben. Hier bin ich jetzt und denke zurück an vier wunderbare Monate…schöne Begegnungen mit Einheimischen und Reisenden, täglicher Sonnenschein, viel Zeit in der Natur, tiefgehende Rituale, buntes und fröhliches Alltagsleben, das freundliche Lächeln der Menschen und das Lachen der Kinder, qualmende Busse, Dschungel, Seen, Vulkane, Meer…Energie und Leben pur. Danke Guatemala, meine zweite Heimat, wir sehen uns bestimmt sehr bald wieder!

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la belleza del lago

la belleza del lago

ich mit Maya und Stefan

ich mit Maya und Stefan

ein Fischer am Lago, der übrigens wieder optisch sauber ist

ein Fischer am Lago, der übrigens wieder optisch sauber ist (der See!)

der Vulkan Fuego

der Vulkan Fuego - ungefährlich, solange er raucht

die Kraft des Feuers, eine Grundenergie des Landes

die Kraft des Feuers, eine Grundenergie des Landes

Don Juan Salam, Feuerschamane aus dem Stamm der Maya Quiche

Don Juan Salam, Feuerschamane aus dem Stamm der Maya Quiche

liebevoll aufgebaute Zeremonien nach alter Tradition

liebevoll aufgebaute Zeremonien nach alter Tradition

Carmen

Carmen

die Gruppe mit Norbert und Gloria am alten Ritualplatz Maria Tecum im Tiefland

die Gruppe mit Norbert und Gloria am alten Ritualplatz Maria Tecum im Tiefland

Naturaltar Kaan am Cerro de oro

Naturaltar Kaan am Cerro de oro

ich ebendort beim Hüten des rituellen Feuers

ich ebendort beim Hüten des rituellen Feuers

Stefan...

Stefan...

...auf den Schwingen Tsikin´s

...auf den Schwingen Tsikin´s

Tikal...pure Kraft

Tikal...pure Kraft

Yaxha

Yaxha

die Kraft der Natur

die Kraft der Natur

heisse Quellen...Dschungelwellness

heisse Quellen...Dschungelwellness

lieblich-verspielt

lieblich-verspielt...

erhaben und klar

erhaben und klar

die Geschenke von Mutter Erde

die Geschenke von Mutter Erde...

auf guatemaltekisch zubereitet

...auf guatemaltekisch zubereitet

die Kinder im Tiefland

die Kinder im Tiefland

...und die im Hochland

...und die im Hochland

die Hoffnung von morgen

die Hoffnung von morgen

Für´s erste passt´s mal wieder!

Für´s erste passt´s mal wieder!