Irish Winter

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Dass Äthiopien und Irland bei aller Unterschiedlichkeit nicht nur jeweils höchst zu favorisierende Reiseländer sind, sondern auch noch eine gute Kombination ergeben, dass wurde Nane und mir vor mehr als einem Jahr eindrucksvoll vor Augen geführt, als wir zu Gast bei den irischen Missionaren im äthiopischen Busch waren. Noch heute reden wir von den guten Tagen und der Hetz, die wir mit Father John, Father Paddy und den „Sisters“ hatten.

Um festzustellen, ob die Mischung auch umgekehrt so gut ist, haben wir uns mit Nane auf einen Kurztrip nach Irland aufgemacht, wo unsere äthiopische Freundin Martha, eine von den „Sisters“ aus Arba Minch, derzeit ihr Masterstudium in „Internationaler Entwicklung“ bei den Spiritianern, Father Johns Kongregation, absolviert. Nicht zuletzt war es auch mal wieder schön, die tolle Reiseseilschaft von Nane und mir wenigstens für ein paar Tage aufleben zu lassen. Für Nane war es die erste Reise nach Irland, ich bin ja seit letztem Jahr großer Fan der „Grünen Insel“.

Vorab, Irland zeigt sich auch im Winter grün…die Bäume tragen zwar kein Laub, es gibt aber jede Menge immergrüne Gewächse und auch der Rasen wird im Winter nicht braun. Das Klima ist maritim und vom Golfstrom geprägt, es gibt also normal kaum Frost, außer in den „Bergen“ vielleicht. Dieser Tage sollte es aber auch anders kommen, mitunter kalt und verschneit.

Wir sind per Billigflieger spätabends gelandet, haben voller Routine unser Hostelbett bezogen und sind gleich mal hinaus, um im nahe gelegenen Kneipenbezirk „Temple Bar“ ein kaltes Guiness zu verkosten.

Schon am nächsten Tag haben wir die Marta getroffen. Sie hatte gerade eine große Prüfung hinter sich und ein paar Tage Verschnaufpause, die wir gemeinsam nutzen wollten. Es gab viel zu erzählen und noch mehr herumzualbern…ein voll nettes Wiedersehen und ein großer Spaß. Marta ist ein besonders lieber Mensch und für uns eine besondere Freundin, da es bei all den superfreundlichen Menschen im geliebten Äthiopien letztendlich aufgrund der sozialen und kulturellen Unterschiede doch schwierig ist, tiefgehende Freundschaften zu bauen. Mit Marta ist das gelungen, sicher auch deshalb, weil sie schon vorher den Umgang mit Europäern gewohnt war, ein Jahr in Holland verbracht hatte etc. Marta ist damit in einer äußerst glücklichen Situation, nur sehr wenige Äthiopier haben die Chance, ins Ausland zu gehen. Für sie war ihr Ex-Boss Father John die Brücke nach Irland, ihre Familie könnte sich so etwas nie leisten. Dementsprechend glücklich ist Marta jetzt über ihre Zeit in Irland, die sie mit viel Fleiß nutzt und so gut wie möglich genießt. Wir hatten Marta versprochen, dass wir uns in Europa sehen, wenn sie mal wirklich hier ist, und haben unser Versprechen eingelöst. Dementsprechend war die Freude groß!

Die paar Tage in Irland waren gefüllt mit Stadtspaziergängen, Ausflügen aufs Land nach Howth und Glendalough, sowie irischer Abendgestaltung, das heißt Biertrinken – wobei wir für die abstinente Marta mittrinken mussten…in Dublin ist man selten alleine, und so waren wir auch jeden Abend mit irgendwelchen Freunden, Studienkollegen und Bekannten von Marta unterwegs. Nette und lustige Leute. Samstagabend waren wir auf einer Wohnungsparty, die besonders lässig war (50 Leute aus 25 Nationen), als plötzlich der Schnee kam und die grüne Insel in ein weißes Kleid hüllte. Eine große Aufregung, vor allem für die frisch eingetroffenen Brasilianer, die mit uns feierten und zum ersten mal Schnee sahen und sich mit dem Brauch des „sich gegenseitig Einreibens“ vertraut machen durften. :-)

Die Zeit ist schnell vergangen und bald waren wir wieder am Heimweg, schön war es – wie immer in Irland! Die Kälte hat da keinen Abbruch getan, für die Iren sowieso nicht…

Es war schön zu sehen, dass es der Marta gut geht da drüben, dass sie gute Freunde und eine schöne Umgebung hat und alles mit Freude und Dankbarkeit genießt und ihre Chance nutzt! Super! Good luck Marta!!

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Marta, der Grund unseres Ausfluges

Marta, der Grund unseres Ausfluges

die zwei blödeln dauernd

die zwei blödeln dauernd

Nane kann aber auch gut aussehen, hier am See in Glendalough

Nane kann aber auch gut aussehen, hier am See in Glendalough

Der Rasen grünt auch im Winter, hier vor der St. Patrick´s Cathedral

Der Rasen grünt auch im Winter, hier vor der St. Patrick´s Cathedral

Zentrum des irischen Lebens - das Pub

Zentrum des irischen Lebens - das Pub

Party

Party

irisches Hauptnahrungsmittel

irisches Hauptnahrungsmittel

in Howth

in Howth

Glendalough (sprich Glen-da-log)

Glendalough (sprich Glen-da-log)

auch

auch

in den "Bergen"

in den"Bergen"

Friends

Friends!!

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