Archiv für den Monat: März 2010

Die Ägypter einst und jetzt

„Ich folgte dem Ruf einer romantischen und perfekten Vergangenheit, die mich mehr interessierte als die unnatürliche und unruhige Gegenwart.“, sagte der Photograph und ägyptenreisende Brite Francis Frith im Neunzehnten Jahrhundert.

Bestimmt geht es heute auch noch vielen Menschen so, die das Land am Nil besuchen, und ich selber müsste lügen, wenn ich behauptete, komplett frei von dieser Tendenz zu sein.

Das Alte Ägypten besticht durch wunderbare Tempelanlagen und Kunstschätze sowie den tief berührenden Darstellungen eines edel anmutenden Menschengeschlechtes von einst, die dem Besucher eine oft wohlige Wärme vermitteln.

Das heutige Ägypten hingegen bringt, wie bereits ausführlich dargestellt, doch gewisse Stressfaktoren und Anstrengungen für den Reisenden aus Mitteleuropa mit sich, sodass meist im Rahmen von Pauschalreisen ein möglichst weiter Bogen darum gemacht wird.

Zwischen den beiden Welten liegen Jahrtausende der Eroberungen, Migrationswellen sowie religiösen und kulturellen Revolutionen. Sowieso kann man das Alte genauso wenig beurteilen wie das Neue. Erstens ist bekannt, dass der Stern des Alten Ägypten unter Kriegswirren und dem Verlust des hoch stehenden Wissens und der Werte untergegangen ist. Man sollte die alte Zeit keinesfalls in ein zu romantisches Licht stellen. Zweitens ist auch eine Reise durch das heutige Ägypten eine höchst interessante Sache, die Menschen sind äußerst nett und gastfreundlich. Das exotische, bunte und oft laute Treiben hat seinen Reiz, der jeden auf seine Weise berührt und bewegt. Wie viel Pharaonenblut da noch durch die Adern der Menschen fließt, ist wohl unerheblich. Wenn man in die Augen der Kinder sieht, ist in Ägypten nicht weniger Hoffnung für die Zukunft der Menschen angebracht als überall sonst auf der Welt. Und das zählt am Ende…

Die folgenden Bilder sollen einfach ein paar Eindrücke wiedergeben, wobei die Ägypter von jetzt bewußt mehr Raum bekommen haben.

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der berühmte Ramses II

der berühmte Ramses II

der einfache Mensch arbeitet hart und kriegt nichts geschenkt, ob am Land oder in der Stadt

der einfache Mensch arbeitet hart und kriegt nichts geschenkt, ob am Land oder in der Stadt

Erholung im Teehaus

Erholung im Teehaus...

...oder auf der Gepäckablage im Zug ;-)

...oder auf der Gepäckablage im Zug ;-)

Zwischen den Pyramiden und geldigen Touris geht es lockerer zu als normal

Zwischen den Pyramiden und geldigen Touris geht es lockerer zu als normal

...zwischendurch sogar mal sehr locker... ;-)

...zwischendurch sogar mal sehr locker... ;-)

stolze Wirtsleute

stolze Wirtsleute

am Gewürzmarkt

am Gewürzmarkt

2 nette Burschen am Nil

2 nette Burschen am Nil

Schulkinder beim Tempelschauen

Schulkinder beim Tempelschauen

Onkel Reinhold R.I.P.

Als ich von Irland heimkam, erreichte mich die Nachricht, dass der Bruder meines Vaters, mein lieber Onkel,  Reinhold Steinwender, beschlossen hat, seinen kranken Körper zu verlassen und seine Reise „auf der anderen Seite“ fortzusetzen. Mein Onkel hat mich nicht nur seit jeher mit seiner großen Reiseerfahrung (47 Jahre quasi dauernd auf Geschäftsreisen durch alle Kontinente) und tollen Geschichten beeindruckt, vielmehr war er mir seelisch nahe, da er – so wie ich – sehr nach meinem geliebten Opa geraten war, dem Menschen, der mich wie kein anderer als kleines Kerlchen begleitet und in dieses sonderbare Erdendasein eingewiesen hat. Ein intensiver Mensch wie mein Onkel hinterlässt bei so einem schnellen Abschied ein entsprechend großes Loch und so müssen wir uns alle erst daran gewöhnen, dass er nicht mehr als Mensch unter uns ist. Die Beerdigung in Kärnten lag zeitlich genau an dem einzig für mich möglichen Tag zwischen zwei Reisen, und so war ich trotz all dem damit verbundenen Stress (Irland-Wien-Kärnten- Wien in einem Tag) froh, dass ich bei diesem Abschied dabei sein konnte. Bei aller Schwere und Trauer war am Ende doch auch eine leichtere und versöhnliche Energie spürbar. Auch das schöne Gefühl, Teil einer starken und lieben Familie zu sein. Und die klare Mahnung, das irdische Leben zu genießen, solange man kann.

Onkel Reinhold, Du hast genug bewegt und bewegst auf Deine Art weiter, mögest Du in Frieden und Liebe im Jenseits ruhen, wir danken Dir für alles!

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Onkel Reinhold

hier mit meinem Vater beim selbst errichteten Bildstock am Berg

hier mit meinem Vater beim selbst errichteten Bildstock am Berg

für alle, die geglaubt haben, dass ich nur zwei Hosen und drei T-Shirts besitze

Meine Eltern, meine Schwester und ich...ein Foto für alle, die geglaubt haben, dass ich nur zwei Hosen und drei T-Shirts besitze