Letzter Tag und Futbol in LaPaz

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Haben heute den letzten Tag in Lapaz verbracht. Meine Verdauung hat sich ein wenig beruhigt, nachdem ich eine koestliche Tafel Ovomaltine-Schokolade verdrueckt habe, die meine liebe Hermana Maya aus der Schweiz dem Gunti fuer mich mitgegeben hat, danke Maya! Der Magen tut dennoch noch weh.

In der Frueh haben wir den Gunti noch mit Muetze und Sonnenbrille ausgeruestet, nachdem uns klar geworden ist, dass die Plaetze , die wir uns fuer das Fussballspiel besorgt haben, in der prallen Nachmittagssonne liegen werden und die zarte, osttirolerische Vorbraeunung nicht lange standhalten wird.

Um 2:00 Nachmittags bewegen wir uns Richtung Stadion, um das WM-Quali-Spiel Peru-Bolivien anzuschauen. Dabei wussten wir bereits, dass der Fussballtag aus oesterreichischer Sicht schon eine volle Watschn war. Also haben wir uns kurzerhand entschieden, uns bolivianische Fanschals in rot-gelb-gruen zu kaufen, auch wenn die Farben Perus den oesterreichischen gleichen wuerden. Wir wollten halt mit der Heimmannschaft jubeln.

Das Stadion hat sich nicht ganz mit Leuten gefuellt und wir haben unsere Plaetze auf dem Fangrill bezogen. Der Blick auf die Stadt war schon nicht so schlecht, der aufs Spielfeld fuer uns Banausen auch gut genug. Ueberhaupt war es fuer beide von uns die erste Praesenz in einem Fussballstadion. Insofern eine neue Erfahrung und recht lustig.

Farbenmaessig haben wir uns richtig entschieden. Bolivien ging gleich in Fuehrung, dann 2:0 und nach der Pause 3:0. Die heimischen Fans haben schon gejubelt, so viel Feuer war aber nicht drin, auch wenn Bolivien als Aussenseiter die Party gegen die farblosen Peruaner dominiert hat. Anscheinend laesst die Polizei kein richtiges Fantum zu. Feuer getankt haben wir trotzdem, aber in anderer Hinsicht, als wir es uns vorab vorgestellt haben. Die Sonne war gnadenlos stark und heiss, es drohte ein ordentlicher Sonnenbrand und es war fuer uns selbst ein bizarres Bild, uns mit den Fleeceschals und Gunti in Pullover und foermlich vermummt in der prallen Hitze sitzen zu sehen. Wir haben gekocht!

Die peruanischen Fans glichen in den Teamfarben aber vor allem in der Laenge des Gesichtes den oesterreichischen Fans sehr. Die haben dann im Winter beim Schifahren aber auch nichts zu jubeln, muss man sich erst einmal vorstellen. 

Das Feuer des suedamerikanischen Temperaments konnten wir also im Stadion nicht finden…dennoch war es ein Heidenspass und wir gingen guter Stimmung nachhause, wo wir uns jetzt ein kaltes Bier genehmigen werden, wie es sich fuer echte Fussballfans gehoert.

Morgen geht es endlich weiter. Wir fahren um 8:00 nach Copacabana an den Lago Titicaca. Zeit wirds, ein Tag mehr, und ich krieg hier den Koller!

Gunti und die Stelze

Gunti und die Stelze

tolle Kulisse

tolle Kulisse

2 Herren am Grill

2 Herren am Grill

Vor dem Stadion...cool, auch vor dem Match

Die falschen Bolivianer...

 

...und die falschen Oesterreicher

...und die falschen Oesterreicher

der Stammgast weiss, wies geht

der Stammgast weiss, wies geht

ein Superheld und 2 enttaeuschte "Oesterreicher"

ein Superheld und 2 enttaeuschte Oesterreicher

 

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3 Gedanken zu „Letzter Tag und Futbol in LaPaz

  1. sit

    sei froh, dass du einmal die chance hattest, fan einer siegermannschaft zu sein! uns zuhaus sind solche gefühle völligst fremd, haben wir doch am samstag wieder eine glanzleistung gegen die faraonen-inseln geliefert… immerhin ein grandioses 1:1…. und die aussichten am kommenden mittwoch gegen serbien verursachen fast solche magenschmerzen wie die deinen nach dem genuss der forelle waren… sei’s drum, lass es dir gut gehen und *immer wiiiieder, immer wiiiieder, immer wiiiieder ööööösterreich * – grüsse an den gunti, den alten haudegen!
    BuSit

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  2. roland

    Hi Jörg!
    Freut mich das es dir wieder besser geht! Ja,ja für Forellen hast du schon immer eine Schwäche gehabt ( aus dem Mühlbachl oder der Gurk ha ha).

    Liede grüsse
    roland

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  3. sit

    das match gestern war a witz, halte ich der ordnung halber fürs protokoll nur fest…
    des ergebnis erspar ich dir, aber es blieb noch einstellig…

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